Das Programmheft als PDF

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Das Programm für Quartal 2/2017 (April, Mai, Juni) erscheint am 15. März 2017!

Das Programm für Quartal 1/2017 (Januar, Februar, März): als Broschüre im südpunkt, im
Bildungszentrum am Gewerbemuseumsplatz und anderen Auslagestellen und als PDF zum Herunterladen.

Vorverkauf online

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Eintrittskarten zum Ausdrucken für Veranstaltungen mit Vorverkauf von KUF im südpunkt auch unter www.reservix.de.

Im Internet und bei den bekannten Vorverkaufsstellen können zusätzliche Kosten entstehen. Bei uns erhalten Sie Ihre Karten gegen Barzahlung ohne weitere Preisaufschläge.

Die Südstadt voranbringen

Die Idee, ein Haus der Bildung und Kultur zu errichten, hatten die Menschen in der Südstadt. 2001 entwickelte das Bildungszentrum daraus ein Projekt „BZ-Südstadt“ mit den Schwerpunkten Qualifizierung und Stadtentwicklung. Durch die gezielte Erweiterung des Ansatzes um die kulturelle Bildung entstand Schritt für Schritt das Konzept eines gemeinsamen Hauses für Bildung, Qualifizierung und Kultur.

2004 nahm das Projekt südpunkt mit dem Kauf des Grundstückes in der Pillenreuther Straße 147 Fahrt auf. Der auf dem Grund stehende Altbau, ein ehe-
maliges denkmalgeschütztes Wohnhaus einer MAN-Arbeitersiedlung aus dem Jahr 1899, sollte in den Gebäudekomplex integriert werden. kuntz + manz architekten überzeugten mit einem multifunktionalem und durch die Verbindung von neu und alt architektonisch reizvollem Konzept.

Im Oktober 2006 begannen die ersten Aufräumarbeiten auf dem Grundstück. Parallel hierzu wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Befragung der passende Name für das neue Zentrum für Bildung und Kultur gefunden: südpunkt. Die Grundsteinlegung für das mit 17 Millionen € Investitionsvolumen größte Projekt der EU-Ziel-2-Förderperiode erfolgte am 24. April 2007, Baubeginn war im August 2007. Das Richtfest konnte am 10. Januar 2008 gefeiert werden.

Im Januar 2009 schließlich öffnete der südpunkt als multifunktionales Zentrum für Bildung, Qualifizierung und Kultur mit einer Fläche von 5.300 m2 seine Türen.

Die EU-Ziel-2-Förderung in der Nürnberger Südstadt

Die Europäische Union fördert im Rahmen der EU-Ziel-2-Förderung den wirtschaftlichen Aufholprozess von strukturschwachen Regionen. Auch die Nürnberger Südstadt hat der strukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte stark getroffen. Nürnbergs Süden ist ein typisches Beispiel für die grundlegende Veränderung einer durch Industriearbeit geprägten Großstadt. Vormals das industrielle Herz Bayerns, mit renommierten Unternehmen wie MAN oder Hercules, ist der Nürnberger Süden heute ein Misch-Quartier, in dem die traditionellen Milieus weitgehend aufgelöst und von einer großen Vielfalt von Kulturen und Lebensstilen abgelöst sind. Heute leben etwa 80.000 Menschen aus 127 Nationalitäten in der Südstadt.

Die strukturelle Lage der Südstadt war Anlass für die Europäische Union, dieses Gebiet zum EU-Ziel-2-Fördergebiet zu ernennen. Die Stadt Nürnberg entwickelte daraufhin ein durch EU-Ziel-2-Mittel gefördertes Stadtentwicklungskonzept namens „Zukunft Südstadt" mit knapp 100 Einzelprojekten. 40 Vorhaben wurden mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (Bereich Bildung und Qualifizierung) und 60 Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Bereich Infrastruktur) realisiert. Mit diesen Projekten floss eine Investitionssumme von fast 70 Mio. Euro in die Nürnberger Südstadt. Der Anteil an Fördermitteln (EU und Land) lag dabei bei 30,5 Mio. Euro.

Nach sieben Jahren ist die EU-Ziel-2-Förderung für die Nürnberger Südstadt - bezogen auf die Bindung von Fördergeldern für neue Projekte - Ende 2006 ausgelaufen. Mit der EU-Ziel-2-Förderung wurde der erforderliche Strukturwandel im industriellen Herz Nürnbergs gestaltet und umgesetzt. Eines der 100 Projekte, welches den „Südstadtschub“ erfolgreich angekurbelt hat, ist der südpunkt.